Datum

1. Februar, 2026

Friedensweg

389

Treffpunkt

Dolle, Einmündung Braune-Hirsch-Straße

389. Friedensweg in Dolle

Sonntag, 01. Februar 2026, 14 Uhr

Bei winterlichem Wetter fanden sich knapp 30 Personen zum 389. Friedensweg ein. Der Frieden ist der Ernstfall, so trotzten sie dem Wind, der eisig über den Kundgebungsplatz wehte.
Dr, Wolfgang Eberspach aus Blankenburg im Harz, der sich im Naturschutz engagiert, kritisierte in aller Schärfe das Verhalten der Bundeswehr, nach Gutsherrenart ein Event im Naturpark Harz auf dem Brocken durchzuführen. Das widerspricht dem in der Öffentlichkeit gepriesenen Bild von der „Ökotruppe“.
Auf den Zivilen Ungehorsam wurde in einem Beitrag von Helmut Adolf hingewiesen.

Nach der Kundgebung ging es zum Todesmarschdenkmal, wo ein Gesteck mit der Aufschrift „Nie wieder Faschismus. Nie wieder Krieg“ abgelegt wurde. Inzwischen gehört das Denkmal zur Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe in Gardelegen. Die Gemeinde Burgstall kümmert sich um die Pflege des Denkmals. In Eigeninitiative pflegt eine Anwesende die Blumenrabatten und ergänzt die Bemühungen der Gemeinde. Endlich gibt es am Denkmal eine Informationstafel, die auf die Ereignisse im April 1945 hinweist. Somit erfahren auch Menschen, die hier eine Rast einlegen, wofür das Denkmal steht. Es gab einen regen Austausch über die schrecklichen Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkriegs. Als Gesprächspartnerin fungierte auch Birgit Matthies vom Förderverein Gedenkstätte Isenschnibbe.
Mit dem Dorfgemeinschaftshaus hatten wir einen Raum für Kaffee, Kuchen und den Vortrag. Der Einladung sind auch Dorfbewohner gefolgt. Spontan kam Thomas Uehlken mit seiner Gitarre zum Friedensweg und spielte vor dem Vortrag ein paar Lieder und berichtet von den Erlebnissen seines Vaters, der in den Krieg gegen die Sowjetunion ziehen musste, und spannte den Bogen bis zur derzeit verordneten Feindschaft gegenüber Russland.

Torsten Haarseim, Mitglied im Förderverein der Gedenkstätte Isenschnibbe und Hobbyhistoriker schilderte in seinem Vortrag die Geschehnisse am Ende des Zweigen Weltkriegs in der Altmark. Der Vortrag ließ auch Platz für Nachfragen und Diskussionen. Viele bisher unbekannte Fakten wurden dargelegt.
Durch die Beschäftigung mit dem Ende des Zweiten Weltkrieg am Denkmal und im Vortrag wurde die Unmenschlichkeit von Faschismus und Krieg für uns sehr deutlich. So spannten wir den Bogen auf die Herausforderungen der Gegenwart im Einsatz gegen rechte Tendenzen und die Militarisierung der Gesellschaft. Auf den Protesten gegen die Wehrpflicht und dem Ostermarsch werden unsere Positionen in die Öffentlichkeit gebracht.