Datum
Friedensweg
Treffpunkt
Wenn einem Kind gesagt wird „male ein Bild vom Winter“, greift es zur weißen Farbe. Und eben ein Bilderbuchwinter herrschte am 04. Januar 2026 zum 388. Friedensweg, der als „Neujahrsempfang“ der Bürgerinitiative ausgerufen wurde. Etwa 20 Personen ließen sich empfangen, andere verzichteten angesichts der witterungsbedingten Straßenverhältnisse. Der Friedensweg stand ganz unter dem Ausdruck des Raubüberfalls der USA auf Venezuela. Der MDR war vor Ort und brachte Bild und Ton vom Friedensweg ins Fernsehen.
Jeder Krieg muss geächtet werden, so Moderator Klaus Czernitzki zur Begrüßung. Es gibt keine guten und böse Kriege. Ferner lud er zum Großen Arbeitstreffen am 06. Januar ein. Bei diesem standen die Aktivitäten der Bürgerinitiative in diesem Jahr, insbesondere der Ostermarsch auf der Tagesordnung.
Konrad Fuchs drückte eindringlich die Bedeutung des Friedens aus. Er ist enttäuscht von der gegenwärtigen Politik der Bundesregierung, die einseitig auf militärische Mittel zur Beendigung von Kriegen setzt und die Diplomatie außen vorlässt. Die Gesprächskultur liegt in unserer Gesellschaft am Boden. In politischen Sendungen werden Auseinandersetzungen inszeniert. Andere als regierungsfreundliche Meinungen werden zwar zugelassen, doch sogleich von „Expertenrunden“ niedergeredet. Weiterhin erwähnte Konrad Fuchs den erfolgreichen Bürgerentscheid in Gardelegen zu den geplanten Windrädern. Politische Entscheidungen müssen in der Bevölkerung auf Gegenliebe stoßen. Abschließend dankte er der Bürgerinitiative OFFENe HEIDe für ihr Durchhaltevermögen im Kampf um den Frieden.
Edgar Kürschner nannte den Friedensweg Auftakt der Friedensbewegung im neuen Jahr. Die traditionelle Liebknecht-Luxemburg-Demonstration wird in diesem Jahr eine Friedensdemonstration gegen alle Kriege auf der Welt sein.
Siegfried Kratz spannt den Bogen von der Verletzung des Völkerrechts bis hin zur Resignation in seinem Wohnumfeld, wenn die Veränderungsfähigkeit der Gesellschaft und der Nutzen von Engagement in Frage gestellt wird.
Das Picknick wurde vorgezogen, erst danach ging es auf die kurze Winterwanderung. So konnten sich die Teilnehmenden noch etwas erwärmen und stärken. Gesprächsstoff gab es genügend.